Sie ist schön und mehr als schön;sie ist voll von Über- raschungen.Schwarz wiegt in ihr vor:und alles, was sie einem offenbart, ist nächtlich und tief.Ihre Augen sind zwei Höhlen, in denen, wie durch Nebel,das Geheimnis glitzert, und ihr Blick leuchtet auf wie ein Blitz:ein Feuerausbruch in der Finsternis. Ich würde sie mit einer schwarzen Sonne vergleichen, wenn man sich ein schwarzes, das Glück und das Licht ausgießendes Gestirn vorstellen könnte.Doch sie läßt eher an den Mond denken, der sie mit seinem bedrohlichen Einfluß gezeichnet haben muß;nicht der weiße Mond der Idyllen, der einer kalten Braut gleicht, sondern der böse und berauschende,in der Tiefe einer Gewitternacht schwebende, und von den eilenden Wolken gerüttelte Mond:nicht der friedliche, verschwiegene Mond, der den Schlaf der reinen Menschen besucht, sondern der dem Himmel entrissene, besiegte und aufrührerische Mond, den die thessalischen Hexen in harter Nötigung zwingen, auf dem erschreckten Grase zu tanzen.In ihrer schmalen Stirn wohnen hartnäckiger Wille und Raublust.Doch unten an diesem beunruhigenden Gesicht, wo bewegliche Nasenflügel das Unbekannte und das Unmögliche einsaugen, leuchtet, mit unaussprechlicher Anmut, das Lachen aus einem großen, roten und weißen und entzückenden Munde, der von dem Wunder einer prachtvollen Blume träumen läßt aufgehblüht auf vulkanischer Erde. Es gibt Frauen, die man besiegen und derer man sich in Liebe erfreuen möchte;aber bei ihr sehnt man sich danach, unter ihrem Blick langsam zu sterben.
CHARLES BAUDELAIRE
Das Böse kann nur gedeihen,wenn das Gute es hinreichend motiviert.
Kleine Aster Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt. Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhellila Aster zwischen die Zähne geklemmt. Als ich von der Brust aus unter der Haut mit einem langen Messer Zunge und Gaumen herausschnitt, muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt in das nebenliegende Gehirn. Ich packte sie ihm in die Brusthöhle zwischen die Holzwolle, als man zunähte. Trinke dich satt in deiner Vase! Ruhe sanft, kleine Aster!
Gottfried Benn (1912) das ist eins von meinen Lieblingsgedichten...
Karoline: Das ist auch ein Liedertext von "DAS ICH". Aber hier ist mein momentaner Liebling...
We're so blunted by those actors of morality The daily soaps soaked in blood Merchants selling dreams - Candyman calls While our minds are still closed
Cancerous tumours growing insideof reality All truth enslaved to blieve Betrayal and suspect - Candyman comes worshippind ideals to today
Nothing changes any day Nothing changes anyway
At leastwe'll recognise That all ideals we've been told are shadows of a ruined past empty phrases christians discharged
nothing chages any way nothing changes any day
Mein englisch ist ein wenig eingerostet zugegeben
Motte _________________________________________________ So mag es also sein, daß die Globuli an den Nodices Causali entstehen und sich so Welt für Welt bildet, die fest in der Vergangenheit aber unbestimmt in der Zukunft ist.
Motte _________________________________________________ So mag es also sein, daß die Globuli an den Nodices Causali entstehen und sich so Welt für Welt bildet, die fest in der Vergangenheit aber unbestimmt in der Zukunft ist.
@Karoline: ...imer diese expressionistische Lyrik... ... Deutsch -LK?
da kenn ich auch ein Schönes von
Gottfried Benn (1912): Schöne Jugend
Der Mund eines Mädchens, das lange im Schilf gelegen hatte, sah so angeknabbert aus. Als man die Brust aufbrach, war die Speiseröhre so löchrig. Schließlich in einer Laube unter dem Zwerchfell fand man ein Nest von jungen Ratten. Ein kleines Schwesterchen lag tot. Die anderen lebten von Leber und Niere, tranken das kalte Blut und hatten hier eine schöne Jugend verlebt. Und schön und schnell kam auch der Tod: Man warf sie allesamt ins Wasser. Ach, wie die kleinen Schnauzen quietschten!
Hab auch mal eines meiner liebsten rausgefischt. Kennt sicher auch einer von euch aber njoar viel spass dabei, auf das reime unser Leben leben und Worte im Wind verklingen, auf das Nebel sich auf unsere Herzen legt und die Dunkelheit oim Raume steht....
Doch heimlich dürsten wir ...
Anmutig, geistig, arabeskenzart Scheint unser Leben sich wie das von Feen In sanften Tänzen um das Nichts zu drehen, Dem wir geopfert Sein und Gegenwart.
Schönheit der Träume, holde Spielerei, So hingehaucht, so reinlich abgestimmt, Tief unter deiner heiteren Fläche glimmt Sehnsucht nach Nacht, nach Blut, nach Barbarei.
Im Leeren dreht sich , ohne Zwang und Not, Frei unser Leben, stets zum Spiel bereit, Doch heimlich dürsten wir nach Wirklichkeit, Nach Zeugung und Geburt, nach Leid und Tod.
Hermann Hesse "Das Glasperlenspiel", Dezember 1932
High Fifve and Stay Tuned dat Rasta *biba buzel mann*
..Auf zu Morden, Auf zu Verderben, Auf zu blutig sterben....
und ich mach mal weiter im ringel rei der poesie (o.O)ooOO°°(ich sollte vllt doch schlafen) *g* Wir wünschen Blüte der Vollkommenheit, Auf daß der Schönheit Rose nie verdorrt, Doch ist dem Tod die reife Frucht geweiht, So pflanz' ein Erbe ihr Gedächtnis fort. Du lebst nur dir, der Schönheit Selbstgenuß, Schürst eignen Glanz, der dich verzehrend scheint, Schaffst Hungersnot aus reichem Überfluß, Grausam dir selbst gesinnt, dein eigner Feind. Heut bist du noch der frische Schmuck der Welt, Der einz'ge Herold für des Frühlings Reiz, Doch wenn dein Schatz in einer Blüte fällt, Wird zur Verschwendung, süßer Filz, dein Geiz. Hab' Mitleid, birg nicht überreiche Gabe, Der Welt Anrecht, in dir und in dem Grabe.
Shakespeare, William - Blüte der Vollkommenheit
dat Rasta *nachts wenn alles schläft*
..Auf zu Morden, Auf zu Verderben, Auf zu blutig sterben....
ich plage mich immernoch durch die nacht *still rauchend im qualm versunken in der ecke hockt* die gedanken reißen die nacht auseinander und zerren an einem und der schlaf bleibt fern nur die düsterniss nimmt mit jeder minute der einsamkeit zu...... Der Teufel tanzt, die Erde bebt verdunkelt ihr Gesicht
Es wird Nacht, der Teufel lebt Zeit zum jüngsten Gericht
Feuer vom Himmel mit unbändiger Wut brennt den Weg frei für den Sensemann
Die Erde ertrinkt in ihrer Glut rette sich wer kann
Asche vom Himmel wird zum Leichentuch hüllt alles Leben ein
Friedhofsstille, liegt wie ein Höllenfluch jeder stirbt für sich allein
Die Pforten zur Ewigkeit sind nun offen erschüttert liegt das Leben brach
nur wer glaubt kann jetzt noch hoffen Visionen der Hölle werden wach
der Teufel tanzt - Unbekannt
dat rasta *sich still in der ecke welzend*
..Auf zu Morden, Auf zu Verderben, Auf zu blutig sterben....
Ich konnte nicht lieben, außer wo Todeshauch sich mit dem Hauch der Schönheit mischte - Oder Hymen, Zeit und Schicksal zwischen ihr und mir dahinschritten.
EDGAR ELLEN POE
Das Böse kann nur gedeihen,wenn das Gute es hinreichend motiviert.
Ich merke gerade ich bin ein unpoetischer Sack....Gilt der Versuch ein Buch zu Schreiben auch als Poesie???? _________________________________________________________ Lebe den Tag und Liebe Die Nacht
Ich ließ meinen Engel lange nicht los, und er verarmte mir in den Armen und wurde klein, und ich wurde groß: und auf einmal war ich das Erbarmen, und er eine zitternde Bitte bloß.
Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, - und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand; er lernte das Schweben, ich lernte das Leben, und wir haben langsam einander erkannt...
Weil du nicht da bist Weil du nicht da bist, sitze ich und schreibe All meine Einsamkeit auf dies Papier. Ein Fliederzweig schlägt an die Fensterscheibe. Die Maiennacht ruft laut. Doch nicht nach mir.
Weil du nicht bist, ist der Bäume Blühen, Der Rosen Duft vergebliches Bemühen, Der Nachtigallen Liebesmelodie Nur in Musik gesetzte Ironie.
Weil du nicht da bist, flücht ich mich ins Dunkel. Aus fremden Augen starrt die Stadt mich an Mit grellem Licht und lärmendem Gefunkel, Dem ich nicht folgen, nicht entgehen kann.
Hier unterm Dach sitz ich beim Lampenschirm; Den Herbst im Herzen, Winter im Gemüt. November singt in mir sein graues Lied. »Weil du nicht da bist« flüstert es im Zimmer.
»Weil du nicht da bist« rufen Wand und Schränke, Verstaubte Noten über dem Klavier. Und wenn ich endlich nicht mehr an dich denke, Die Dinge um mich reden nur von dir.
Weil du nicht da bist, blättre ich in Briefen Und weck vergilbte Träume, die schon schliefen. Mein Lachen, Liebster, ist dir nachgereist. Weil du nicht da bist, ist mein Herz verwaist.
Peter Ustinov, engl. Schauspieler und Schriftsteller, *1921 Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: 'Das ist technisch unmöglich!'